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CD Druckverfahren
Tintenstrahldruck
Beim Tintenstrahlverfahren werden durch feine Düsen die Farben auf den Rohling aufgetragen. Da hier eine sehr hohe Auflösung von bis zu 4800 dpi möglich ist, kann mit diesem Verfahren ein fotorealistischer Druck erfolgen.
Es gibt spezielle DVD- bzw. CD-Rohlinge, welche gegenüber der Datenseite eine weiße Druckseite besitzen. Diese besteht aus einem speziellen, saugfähigen Material, das ein Verlaufen der Tinte verhindern soll. Zum Bedrucken sind aber auch spezielle Drucker nötig, deren Technologie sich kaum von der unterscheidet, die zum Bedrucken von Papier genutzt wird. Entsprechend gibt es Drucker, die sowohl CDs, DVDs als auch Papier bedrucken können.
Der Nachteil bei diesem Druckverfahren ist, dass die Oberfläche nicht kratz- und wischfest ist.
Tintenstrahldruck mit Oberflächenvergütung
Der Vorteil dieser Methode ist, dass alle Gestaltungsmöglichkeiten des Tintendrucks ausgenutzt werden können und trotzdem unempfindliche, robuste Medien hergestellt werden können.
Bei der Oberflächenveredelung werden tintenstrahlbedruckte Medien glänzend und in hohem Maße wasser- und kratzfest. Dabei wird die CD nach dem Tintenstrahldruck mit einem hauchdünnen, transparenten Film überzogen. Als Ergebnis erhält man eine glatte, glänzende und professionelle Oberfläche.
Thermotransferdruck
Technisch bedingt ist das Druckverfahren eher für Schriften und Logos geeignet. Beim Druck von großen Flächen wird der Druck unsauber. In der Praxis wird dieses Verfahren bei kleinen Auflagen (gebrannte CDs und DVDs) angewendet.
Durch die starke Erhitzung kräuselt sich das Farbband und wirft Falten. Vollflächendruck ist also nicht möglich und ein farbverbindlicher Druck ist ebenfalls nicht realisierbar. Mit Hilfe eines speziellen Druckers wird der hierfür geeignete, spezielle CD- oder DVD-Rohling bedruckt. Durch Erwärmung des Druckkopfes wird Farbe von einem Farbband ("Ribbon") abgelöst und auf die Scheibe übertragen. Das Farbband besteht aus einem Plastikband mit einer gefärbten Wachs-/Harz-Schicht auf der Unterseite, die, wie bereits erwähnt, hitzeempfindlich ist. Die Bedruckung kann sowohl vor als auch nach dem Brennen der CD/DVD erfolgen. Es müssen, wie erwähnt, grundsätzlich spezielle Rohlinge verwendet werden und zwar nur solche, die für den Thermotransferdruck geeignet sind. Der Lack oder die Beschichtung auf der Oberseite der CD/DVD müssen die Farbe des Thermotransferdrucks annehmen. Die Farbbänder sind je nach Hersteller einfarbig (rot, blau, schwarz), zweifarbig (rot-schwarz, grün-schwarz, blau-schwarz), dreifarbig (gelb-rot-blau).
ThermoRetransferdruck
Der Vorteil ist hier, dass durch diese Technik eine hohe Auflösung möglich ist. Der Druck kann in Vollfläche erfolgen. Kleine Auflagen (gebrannte CDs und DVDs) können in fotorealistischer Qualität bedruckt werden. Der Thermoretransferdruck ist die Weiterentwicklung des Thermotransferdruck. Das Labelmotiv wird im Thermotransferdruckverfahren auf ein Übertragungsband ("Retransferband") gedruckt. Davon wird dann eine Folie auf die CD oder DVD aufgeschmolzen. Das Bedrucken kann vor oder nach dem Brennen der CD/DVD erfolgen. Natürlich werden auch hier die speziellen Rohlinge benötigt, die aber nun für den Thermoretransferdruck geeignet sind, d.h. der Lack oder die Beschichtung auf der Oberseite der CD/DVD müssen die Folie des Thermoretransferdrucks annehmen. Die Farbbänder sind je nach Hersteller einfarbig/monochrom (schwarz), dreifarbig (gelb-rot-blau) oder vierfarbig (weiss-gelb-rot-blau). Außerdem wird das Retransferband benötigt.
Siebdruck
Bei diesem sog. Durchdruckverfahren wird die Schicht auf der CD und der DVD wasserfest. Im Siebdruck sind die Farben sehr brillant. Es sind bis zu 6 Labelfarben möglich. Es können auch Schmuckfarben gewählt werden.
Auf CD oder DVD wird hier ein feines Sieb zuerst mit einer dünnen Auflage eines fotoempfindlichen Materials beschichtet. Diese Schicht wird dann durch den Druckfilm hindurch belichtet. So wird durch das Belichten die Schicht wasserfest. Die unbelichteten Bereiche des Siebs, die unter den schwarzen Stellen des Films liegen, können jetzt ausgewaschen werden. So erhält man eine Schablone für den Druck. Beim Druck wird die Farbe von einem Gummi-Rakel über das Sieb und durch die ausgewaschen Stellen des Siebs gestrichen. Der Siebdruck ist für gepresste CDs und DVDs geeignet, doch auch Rohlinge können mittlerweile im Siebdruckverfahren bedruckt werden.
Offsetdruck auf CDs
Der Offsetdruck ist insbesondere für den Aufdruck von Fotos und sehr feinen Motiven geeignet. Bei diesem Verfahren wird zuerst eine Druckplatte belichtet, welche aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften nur an den Stellen Farbe aufnimmt, wo sich das Druckmotiv befindet. Bis vor kurzem war der Offsetdruck nur für das Bedrucken von produzierten CDs/DVDs geeignet, weil das Dye einer CD-Recordable bei diesem Verfahren beschädigt worden wäre. Seit ca. 2 Jahren ist es auch möglich, CD- und DVD-Rohlinge im Offsetdruck zu bedrucken. Hierzu müssen jedoch auch geeignete Rohlinge verwendet werden.
Aufklebe-Label
Für den Heimanwender ist diese Methode nicht zu empfehlen. Bei Temperaturunterschieden wölbt sich die DVD, da sich der Aufkleber und die Polycarbonat-Scheibe unterschiedlich stark ausdehnen. Es reichen bei einer DVD schon geringe Verzerrungen aus, die den Player die Daten nicht mehr lesen lassen. Durch die Wärme wird im Inneren des DVD-Players dieser Effekt noch verstärkt. Beklebte DVDs fallen häufig erst nach einer gewissen Spieldauer aus. Um dies zu verhindern, sind spezielle DVD-Aufkleber aus Kunststofffolie erhältlich, die sich gleichmäßig mit der DVD ausdehnen sollen.
Manuelle Beschriftung
CDs und DVDs können natürlich auch manuell beschriftet werden. Dies ist die günstigste und schnellste Methode. Während CDs nur mit einem CD Marker beschriftet oder bemalt werden sollten, kann dies bei DVDs auch mit Folienstiften, CD-Markern und anderen Schreibern für glatte Flächen erfolgen, denn DVDs sind - anders als CDs - recht unempfindlich gegen Stifte, die die Oberfläche verkratzen oder chemisch angreifen, da ihre Datenschicht mittig liegt und somit von einer relativ dicken Plastikschicht geschützt ist.
Laser Beschriftung
Laser-Label Beschriftung des Datenträgers durch den Laser direkt im Laufwerk.
Dies setzt einen speziellen Brenner und geeignete Rohlinge voraus, die ein solches Verfahren beherrschen.
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